Windkraft

Strom der Region am Tauernwindpark mit Kühen

Windkraft stärkt Österreich – wirtschaftlich, regional und energiepolitisch

Österreichs Windkraft ist zentraler Wirtschaftsmotor für Regionen, Industrie und Arbeitsplätze und der Schlüssel für stabile Energiepreise sowie mehr Unabhängigkeit von teuren fossilen Importen.

Bereits heute liefert die Windkraft knapp 16 % des heimischen Stroms. Gleichzeitig entstehen Wertschöpfung, Investitionen und Beschäftigung direkt in Österreich, vor allem in regionalen und mittelständischen Unternehmen.

Windkraft wirkt – heute schon

  • Über 9.000 Menschen arbeiten bereits in Österreichs Windbranche

  • Die Branche erwirtschaftete 2024 einen Gesamtumsatz von 1,679 Mrd. Euro

  • Durch den Ausbau neuer Anlagen entstehen jährlich zusätzliche regionale Wertschöpfungseffekte

  • Österreichische Unternehmen profitieren entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Planung, über Bau, Zulieferung, Betrieb, bis hin zur jährlichen Wartung der Anlagen.

Das bringt eine 7-MW-Windenergieanlage

Eine moderne Windkraftanlage mit sieben Megawatt (MW) Leistung generiert 29 heimische Jahresarbeitsplätze bei Errichtung und Rückbau, 17 ausländische Jahresarbeitsplätze bei der Errichtung und Rückbau, 2 heimische Dauerarbeitsplätze für Wartung und Betrieb über die gesamte Lebensdauer von ca. 20 Jahren und einen ausländischen Dauerarbeitsplatz für Wartung und Betrieb über die gesamte Lebensdauer.
Die Errichtung einer 7-MW-Anlage bringt heimischen Unternehmen ein Auftragsvolumen von rund 4,5 Millionen Euro bei Errichtung. Über die gesamte Betriebsdauer kommen weitere 7,3 Millionen Euro für Wartung und Betrieb hinzu. Insgesamt profitiert die österreichische Wirtschaft damit mit rund 12 Millionen Euro pro Windrad.

Quelle: Marktentwicklung 2024

Die Projekte sind da – jetzt braucht es Umsetzung

Die aktuell geplanten, beantragten oder bereits genehmigten Windkraftprojekte ermöglichen nahezu eine Verdoppelung der heimischen Windstromerzeugung.

Derzeit sind insgesamt:

3.511 MW neue Windkraftleistung in Genehmigung

Das entspricht mehr als drei Viertel der heute bestehenden Windkraftleistung Österreichs.

Mit diesen Projekten könnten künftig jährlich:

  • 9,1 TWh sauberer Strom erzeugt werden

  • Rund 2,6 Mio. Haushalte versorgt werden

  • 184 Mio. Euro heimische Wertschöpfung pro Jahr im Betrieb entstehen

  • Über 2,3 Mrd. Euro Wertschöpfung durch Errichtung generiert werden

  • Mehr als 5,9 Mrd. Euro investiert werden

Arbeitsplätze in den Regionen

Der Ausbau der Windkraft schafft Beschäftigung dort, wo Wertschöpfung besonders zählt: in den Regionen.

  • Rund 23.100 Arbeitsplätze während der Errichtung

  • Rund 1.400 dauerhafte Arbeitsplätze im Betrieb

  • Über 21.000 Beschäftigungseffekte durch Investitionen in Windkraftanlagen

Windkraft stärkt damit nicht nur die Energieversorgung, sondern auch regionale Unternehmen, Handwerk, Industrie und kommunale Einnahmen.

Beschäftigungseffekte durch den Bau von Windkraftanlagen

Ausbauziele 2030

  • Investitionssumme: 5,9 Mrd. Euro

  • Beschäftigungseffekte: 21.021,7 = 18.880 Vollzeitäquivalente (VZÄ)

Diagramm: Beschäftigungseffekte durch Windkraftanlagen je investierte Mrd. Euro, Beschäftigungsverhältnisse

Milliardeninvestitionen mit direktem Nutzen für Österreich

Der direkte Beitrag zum Bundesbudget beläuft sich auf 640 Millionen Euro.
Davon profitieren Bund, Länder und Gemeinden gleichermaßen, durch Steuern, Abgaben und zusätzliche wirtschaftliche Aktivität.

Fiskaleffekte von Windkraftanlagen Gesamt, je investierte Mrd. Euro, in Mio. Euro

Fiskaleffekte durch den Bau von Windkraftanlagen nach Steuerart und Verwendungsebene

Fiskaleffekte von Windkraftanlaen je investierte Mrd. Euro, nach Steuerart, in Mio. Euro und Prozent

Fiskaleffekte von Windkraftanlagen je investierte Mrd. Euro, nach Verwendungsebene, in Mio. Euro

Leistbare Energie statt weiterer Preisexplosionen

Der Ausbau der Windkraft ist nicht nur klimapolitisch sinnvoll, sondern auch eine wirtschaftspolitische Absicherung gegen hohe Energiepreise.

Ein konsequenter Ausbau der Windkraft spart Österreich:

  • 1,8 Milliarden m³ Erdgas
    (entspricht dem jährlichen Heizbedarf aller heimischen Haushalte)

  • Rund 70 Euro pro Haushalt

  • Rund 180.000 Euro pro mittlerem Industriebetrieb

  • Insgesamt rund 3 Mrd. Euro für Österreich

Ohne zusätzlichen Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung droht laut aktuellen Analysen erneut ein Strompreisniveau wie während der Energiekrise 2022.

Eine Studie von enervis Austria (2025) analysierte die Strommarktentwicklung mit und ohne Erneuerbare für die Jahre 2021 bis 2024 und erstellte eine Prognose bis 2030. Das Ergebnis: Ohne Windkraft, PV und Kleinwasserkraft wären die Strompreise in den letzten vier Jahren um 3,5 % bis 7 % höher gewesen. Für 2030 wird eine Preissenkung von rund 20 % erwartet, allein durch den weiteren Ausbau der Erneuerbaren.

Neben Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und Resilienz bringt der Ausbau auch handfeste ökonomische Vorteile: Ohne die Erzeugung durch Erneuerbare hätten private Haushalte in den vergangenen Jahren Mehrkosten von rund 34 Euro pro Jahr getragen. Bis 2030 würden diese Einsparungen auf bis zu 73 Euro jährlich steigen, so die Ergebnisse. Auf volkswirtschaftlicher Ebene ergibt sich laut Studie ein Nutzen von rund 1,6 Milliarden Euro jährlich.

Sinkende Strompreise durch Erneuerbare (Wind, PV und Kleinwasserkraft)

Sinkende Strompreise durch Erneuerbare (Wind, PV, Kleinwasserkraft)

Hohes Windkraftpotenzial in Österreich

Österreich verfügt über hervorragende Windkraftstandorte und eine leistungsfähige heimische Industrie. Die Projekte sind vorhanden, die Technologie ist verfügbar, die wirtschaftlichen Effekte sind belegt.

Jetzt geht es darum, Verfahren zu beschleunigen, Investitionen abzusichern und den Ausbau konsequent zu ermöglichen.

Denn Windkraft bedeutet:

  • regionale Wertschöpfung

  • sichere Arbeitsplätze

  • stabile Energiepreise

  • weniger Importabhängigkeit

  • und eine starke industrielle Zukunft für Österreich

Das kann die Windenergie für Österreich bereits heute leisten, wenn man sie lässt.

Was es dazu braucht:

  • schnellere Genehmigungsverfahren

  • bessere Mittelausstattung der Behörden

  • höhere jährliche Ausbauvolumina – keine künstlichen Deckel auf den Ausbau

  • Flächenausweisung in den Ländern